Private Arbeitslosenversicherung für Selbständige

Gibt es eine freiwillige, private Arbeitslosenversicherung für Selbständige und Gründer ?

Selbstständige oder Existenzgründer suchen immer wieder Wege, sich gegen die finanziellen Folgen einer Arbeitslosigkeit versichern zu können. Denn nicht nur Arbeitnehmer haben ein Risiko arbeitslos zu werden, sondern natürlich auch Selbstständige und Existenzgründer.

Es besteht für Selbständige, wie auch für Gründer und Unternehmer die Möglichkeit sich ein privates Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur mit einer Arbeitslosenversicherung zu sichern. Damit ein Anspruch auf Arbeitslosengeld überhaupt entstehen kann müssen die Selbstständigen mehrere Voraussetzungen erfüllen.

Eine freiwillige Arbeitslosenversicherung können Selbstständige in Deutschland abschließen, wenn sie vor Aufnahme ihrer Tätigkeit innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 12 Monate in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis (Beschäftigung) gestanden haben.

Scheitert der Selbständige und wird arbeitslos, hat er einen Anspruch auf das gesetzliche Arbeitslosengeld, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Höhe und Dauer des Arbeitslosengeldes können von der Bundesagentur berechnet werden.

Wenn man vorhat, sich freiwillig gesetzlich in der Arbeitslosenversicherung versichern zu lassen, dann sollte man dies innerhalb weniger Wochen nach Beginn der Selbstständigkeit beziehungsweise Existenzgründung tun. Ansonsten kann es leicht sein, dass wichtige Fristen für die freiwillige Arbeitslosenversicherung überschritten werden.

Menschen, die also schon seit Jahren selbstständig sind, haben gar nicht die Möglichkeit, einen Antrag für eine freiwillige Arbeitslosenversicherung bei der Bundesagentur zu stellen.

Auch private Arbeitslosenversicherung existiert zwar für Arbeiter und Angestellte, aber nicht für Menschen in der Selbstständigkeit. Mehr zur freiwilligen, privaten Arbeitslosenversicherung für Arbeitnehmer finden Sie auf www.privatearbeitslosenversicherung.com. Versicherungen, wie die Baden Badener und die R+V, bieten diese Absicherung an.

Eine Alternative ist eine sogenannte Ratenschutzversicherung. Mit dieser Absicherung können Selbstständige und Existenzgründer im Jahr 2016 monatliche Beiträge zu einem Kredit oder einer Finanzierung relativ gut versichern.

Existiert eine Möglichkeit der privaten Ratenabsicherung für Selbstständige ?

Die Baden Badener bietet eine Ratenschutzversicherung auch für versicherte Selbständige an. Die Ratenausfallversicherung übernimmt die Verpflichtungen zur Zahlung einer Rate von Selbstständigen, wenn sie unverschuldet arbeitslos geworden sind.

Aber wann liegt eine Arbeitslosigkeit bei einem Selbstständigen vor ?

Ein Selbständiger gilt dann als arbeitslos, wenn er bei der Agentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet ist und er sich aktiv um eine neue Arbeit bzw. Arbeitsstelle kümmert. Die Tätigkeit muss unfreiwillig und nicht nur vorübergehend eingestellt sein. Die Qualifikation spielt hier keine Rolle.

Welche Voraussetzungen muss der Selbständige erfüllen ?

Natürlich muss der Versicherungsnehmer zuerst einmal pünktlich die Beiträge zahlen. Der Vertrag muss mindestens 90 Tage vor Eintritt der Arbeitslosigkeit abgeschlossen sein. Auch darf die abgesicherte Person bei Eintritt der Arbeitslosigkeit das 65te Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die versicherte Person muss vor Eintritt der Arbeitslosigkeit ununterbrochen seit 6 Monaten bei demselben Arbeitgeber vollzeitbeschäftigt gewesen sein oder ununterbrochen mindestens 12 Monate vollzeitbeschäftigt gewesen sein.

Wie hoch darf die Ratenabsicherung sein ?

Es kann eine Rate von bis zu 500 Euro versichert werden. Die niedrigste Kreditrate, die versichert werden kann, beträgt 100 Euro. Danach kann die Rate immer um 50 Euro bis 500 Euro erhöht werden.

Welchen Beitrag muss der Selbständige für die Ratenversicherung im Monat zahlen ?

Der Beitrag für eine Ratenausfallversicherung von monatlich 100 Euro beträgt 7.44 Euro im Monat. Der höchste Beitrag muss für einen Ratenschutz in Höhe von 500 Euro bezahlt werden. Hier muss die versicherte Person 37,16 Euro im Monat zahlen.

In welchen Fällen zahlt die Ratenschutzversicherung keine Leistungen ?

Nicht immer liegt auch eine Voraussetzung für eine Leistung vor. Kein Versicherungsschutz besteht zum Beispiel, wenn die Beiträge nicht pünktlich bezahlt sind, der Vertrag nicht schon 90 Tage vor Eintritt der Arbeitslosigkeit bestanden hat oder die im Vertrag genannte Person bei Eintritt der Arbeitslosigkeit bereits das 65te Lebensjahr vollendet hat.

Auch wenn die abgesicherte Person schon bei Beginn der Ratenschutzversicherung von der bevorstehenden Beendigung des Arbeitsverhältnisses Kenntnis oder aufgrund grober Fahrlässigkeit keine Kenntnis hatte, liegt kein Versicherungsschutz vor. Dasselbe gilt, wenn aufgrund eines vorsätzlichen Fehlverhaltens gekündigt wurde oder Arbeitslosengeld aufgrund beruflicher Weiterbildung oder Ausbildung bezogen wird.

Selbstverständlich kann man die Arbeitslosenversicherung und die Ratenschutzversicherung auch kündigen. Eine Kündigung kann spätestens 3 Monate vor Ablauf des jeweiligen Versicherungsjahres ausgesprochen. Weitere Möglichkeit der Kündigung finden Sie in den Versicherungsbedingungen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an uns.

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